Fauna
Säugetiere![]()
Säuger wie Steinböcke, Rehe, Rothirsche, Gämsen und Mufflons leben in den französischen Alpen. Mufflons sind eher scheue Tiere sind und werden auch als Europäisches Wildschaf bezeichnet. Sie erreichen eine Größe von 65 bis 90 cm und werden im Durchschnitt 8 bis 10 Jahre alt. Typisch ist der grau- bis gelblichfarbene Sattelfleck auf dem braunen Fell und die das ganze Leben über wachsenden Hörner der Männchen, die so eine Länge von 0,45 m erreichen können. Die Hörner der Weibchen sind viel kürzer oder gar nicht vorhanden. Die Mufflons haben einen stark ausgeprägten Gehör- und Geruchssinn, am besten ist aber der Sehsinn ausgebildet. Zu ihrer Nahrung gehören Gräser, Kräuter und Gehölze, aber auch Pilze und Früchte.
Eine Seltenheit sind die Braunbären, von denen es nur noch wenige Tiere in Frankreich gibt. Wölfe gab es lange gar nicht mehr in Frankreich. Seit einiger Zeit scheinen sich einige, höchstwahrscheinlich zugewanderte, Tiere aber wieder angesiedelt zu haben.Die Ginsterkatze, von der es mehrere Arten gibt, wurde im alten Ägypten als katzenartige Gottheit verehrt. Die Kleinfleck-Ginsterkatze ist die einzige europäische Art, und sie lebt auch in Frankreich. Bei einer durchschnittlichen Körpergröße von etwa 100 cm entfallen allein 45 cm auf den buschigen und geringelten Schwanz. Das Fell ist grau oder braun mit einem schwarzen Fleckenmuster. Typisch ist die zugespitzte Schnauze. Zu ihrer Beute gehören neben Mäusen und Vögeln auch Insekten und Früchte.
Zu den kleineren Säugern gehören neben Murmeltieren auch Hermeline, Füchse und der Eurasiatische Biber. Letzterer steht mit seinen 60 - 80 cm Körpergröße auf der Rangliste der größten Nagetiere ganz weit oben. Er hält sich hauptsächlich am Wasser auf, und zwar überwiegend an Flüssen und Seen. Einzigartig unter den Nagern ist seine Fähigkeit, ganze Bäume zu fällen.
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Reptilien
In Süd-Frankreich lebt die Europäische Sumpfschildkröte. Sie hat eine Panzerlänge von weniger als 25 cm, selten 30 cm. Ihr Bauchpanzer weist ein Quergelenk auf, das es ihr ermöglicht, bei Gefahr diesen Panzer vorne und hinten zusammenzuklappen und sich so vor den Fressfeinden zu schützen. Ihr Lebensraum beschränkt sich auf stehende oder fließende Gewässer mit einer dichten Ufervegetation. Ihre Nahrung besteht überwiegend aus tierischer Kost wie Kaulquappen, kleinen Fröschen, Molchen, Wasserschnecken, Krebschen, toten oder sterbenden Fischen. Außer in Frankreich ist sie auch in Tunesien, Algerien, Marokko, auf der Iberischen Halbinsel, Korsika, Sardinien, Italien, Sizilien, Ungarn, Rumänien, Türkei, Nordiran, Zypern, Israel und im nördlichen Libanon vertreten. Doch trotz dieser weiten Verbreitung ist die europäische Sumpfschildkröte in ihrem Bestand stark rückläufig.
Die Griechische Landschildkröte kommt in Frankreich ebenfalls vor. Man kann sie im Massif des Maures beobachten.
In den Felslandschaften der Provence gehört die Smaragdeidechse zum typischen Bewohner. Mit einer Körperlänge von rund 50 cm ist es eine der vier größten Eidechsen weltweit, auch wenn Zweidrittel davon auf den Schwanz entfallen. Ihre Nahrung besteht aus Insekten, Spinnen, Würmern und Schnecken. Eine besondere Eigenschaft, die sie mit einigen anderen Eidechsenarten gemein hat, ist dass sie in einer Gefahrensituation ihren Schwanz aktiv von ihrem Körper lösen kann. Dieser zappelt noch für rund 20 Minuten und lenkt so den Räuber von der flüchtenden Eidechse ab. Nach einer Weile wächst der Schwanz nach, allerdings kann er dann nicht mehr abgetrennt werden. Die Smaragdeidechse bewohnt überwiegend trockenes Gelände Sonneneinstrahlung, Wiesen mit Büschen, Geröllhalden, lichte Hecken und Felshänge.
Die Perleidechse, Geckos und Skinke gehören ebenfalls zu den in Frankreich heimischen Reptilien.
Vögel
Flamingos sind das Highlight in der Camargue. Hier gibt mehrere Tausend Tiere zu bewundern. Flamingos bilden eine eigene Familie und sind auch in Afrika, Westasien und Bolivien verbreitet. Gleich erkennbar sind die bis zu 130 cm großen Vögel an ihrem langen und dünnem Hals, an den dünnen Beinen sowie an dem dicken, nach unten gebogenen rosafarbenen Schnabel mit der schwarzgefärbten Spitze. Dieser wird bei der Nahrungssuche als Sieb gebraucht. Auf dem Speiseplan stehen dabei Würmer, Algen und vor allem Kleinkrebse. Die Krebse sind auch für das rosafarbene Federkleid der Flamingos verantwortlich. Der mit ihnen aufgenommene rote Farbstoff wird in den Federn abgespeichert. Schließlich sind die Vögel umso stärker rosa gefärbt, je mehr Krebse sie verspeist haben. Das berühmte einbeinige Stehen dient der Wärmespeicherung, da das eine Bein im warmen Gefieder versteckt wird und somit ein geringerer Wärmeverlust entsteht. Dieses Kunststück ist für die Flamingos (wie auch für Störche) nicht weiter anstrengend.
Zu den Raubvögeln Frankreichs gehören Bussarde, Falken, Rohrweihen, Waldkauze, Schwarze Milane und Uhus. Den seltenen und mittlerweile vom Aussterben bedrohten Bartgeier kann man im Parc National du Mercantour beobachten. Hier gibt es auch Steinadler, Lämmergeier und Turmfalken.
Amseln, Spatzen, Meisen sowie Finken und Stelzen bewohnen die Heckenlandschaft des Cotentin. An Gewässern wie Flüssen oder Seen finden sich meist Graureiher, Enten, Brandgänse und Rohrdommeln ein.
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