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Flora

Abgelegt unter: Frankreich — 26. Februar 2007 @ 20:11

 

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Ein häufiges Erscheinungsbild in der Provence sind die Lavendelfelder, die besonders um das Zisterziensterkloster Sénanque verbreitet sind. Ebenso charakteristisch ist die Macchia-ähnliche Garrigue (eine offene mediterrane Strauchheidenformation auf flachgründigen Böden) aus Zistrosen, verschiedenen Ginsterarten, Orchideen und Disteln, die sich auf trockenen Böden verbreitet hat.

Andere typische Pflanzen der Provence sind unzählige Lilienarten, Wacholderbüsche sowie das Steinkraut und zahlreiche Kräuter. Steppenartige Landschaft breitet sich auch um das Rhône-Delta aus.
Alpine Pflanzen wie der Enzian, Edelweiß oder der Steinbrech gedeihen in den Seealpen. Das Edelweiß gehört zur Familie der Korbblütler und wächst an sonnigen kalkreichen Rasenhängen, auf steinigen Wiesen, an Kalksteinfelsen sowie in Felsspalten in Gebirgen bis 2500 m. Die Pflanze wird 3 - 20 cm hoch und hat eine charakteristische Blüte, die aus 5 - 6 kleinen gelben Blütenköpfen besteht, die von weißen Blättchen in Sternform umrandet sind. Das Edelweiß ist in den Pyrenäen, Alpen, Karpaten und in Zentralasien verbreitet.

Nutzpflanzen

Wenig überraschend ist, dass in der Provence der Anbau von dem Gewürz Kräuter der Provence stattfindet. Aber auch zahlreiche andere Kräuter wachsen hier. Dazu gehören Thymian, Rosmarin, Oregano, Majoran sowie Estragon, Fenchel, Basilikum und Salbei.
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts entstanden in der nördlichen Camargue Reisfelder. Vermehrt finden sich Weinanbaugebiete und Olivenhaine in Frankreich, obwohl weder der Wein noch die Oliven in diesem Land nicht heimisch sind.
Die berühmten Trüffel wachsen vor allem in der Provence am Mont Ventoux, wobei im Winter Hochsaison herrscht. Man findet diese kleinen Kostbarkeiten unter Steineichen und Haselnussbäumen.
Die Zürgelbäume gehören zu den Ulmengewächsen und werden rund 25 m hoch. Die runden, braunen Früchte sind essbar und zudem auch noch recht schmackhaft. Das Holz wird gerne zu Flöten, Spazierstöcken und besonders zu Peitschen verarbeitet.  

Heilpflanzen

Als Heilpflanze gut bekannt ist der Enzian, allerdings nur der Gelbe Enzian. Er wird bis zu einem Meter hoch und hat gold-gelbe Blüten. Arzneilich verwendet wird nur die Wurzel der krautigen Gebirgspflanze, die in den Alpen in 1000 - 2000 m Höhe wächst. Da sie speichel- und magensaftsekretionsfördernd wirkt, wird sie u.a. bei Appetitlosigkeit, Verdauungsbeschwerden und Blähungen angewandt.

Der Rote Steinbrech gehört zur Familie der Steinbrechgewächse und ist eine Polsterpflanze. Charakteristisch sind die kleinen blaugrünen Blätter. Die Blüten sind von weinrot bis blauviolett gefärbt. Die Pflanze findet bei den unterschiedlichsten Erkrankungen Anwendung. So wird sie bei Arthritis, Gicht, Rheumatismus sowie bei Durchfall, Fieber, Grippe und Kopfschmerzen angewandt.
Die zahlreichen in Frankreich wachsenden Kräuter haben auch eine heilende Wirkung. So verringert Echter Salbei die Schweißbildung, lindert den Husten, wirkt antiseptisch, wundheilend und wird auch bei Unterleibserkrankungen angewandt. Des weiteren lindert er Durchfall und Verdauungsbeschwerden und verringert die Milchbildung (z.B. beim Abstillen). Oregano wirkt auswurffördernd, krampflösend, gallentreibend, appetitanregend und verdauungsfördernd. Das ätherische Öl der Pflanze wird bei Candida-Mykosen (Pilzerkrankungen) angewandt.
Rosmarin hat ebenfalls eine krampflösende und anregende Wirkung, hilft bei niedrigem Blutdruck, Verdauungsstörungen und Hautausschlägen.
Thymian unterstützt die Verdauung fetter und schwerer Speisen, ist hustenreizstillend und schleimlösend. Das ätherische Öl wird als Desinfektionsmittel eingesetzt. Schon die Ägypter sollen die Pflanze zum Einbalsamieren der Toten verwendet haben. Äußerlich wird Thymian bei Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut angewandt.

 

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