Die Welt

Flora und Fauna

Abgelegt unter: Japan — 26. Februar 2007 @ 15:30

 

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Die große Vielfalt und Üppigkeit der japanischen Pflanzenwelt ist überwiegend auf die Wärme und Feuchtigkeit im Sommer und die gebietsweise milden Winter zurückzuführen. Ein weiterer Grund ist der Anteil Japans an mehreren Klimazonen aufgrund der großen Längsausdehnung des Gebiets. Mehr als 17 000 Pflanzenarten sind in Japan heimisch. Viele davon werden auch in zahlreichen anderen Ländern als Zierpflanzen kultiviert, darunter Zierkirschen, Zieräpfel, Chrysanthemen (die japanischen Nationalblumen) und Pfingstrosen.     

Besonders beliebt ist die Zeit der früh blühenden Pflaumen- und Kirschbäume, die den Frühling einläutet. Im April sind die japanischen Hügel mit Rhododendren und Azaleen in leuchtenden Farben übersät. Im August erscheinen die Blüten der Lotosblumen, und im November blühen Chrysanthemen. Weitere erwähnenswerte Wildpflanzen sind Primeln, Glockenblumen, Gladiolen und Lilien. Charakteristisch sind die ausgedehnten, oft waldartigen Bambushaine.Unter den Bäumen sind besonders die Nadelbäume häufig.
Eine der bekanntesten Arten ist die japanische Sicheltanne, die Höhen bis 45 Meter erreicht. Ebenfalls heimisch sind hier Lärchen, Fichten und zahlreiche Kiefern-Arten. In Kyushu, Shikoku und im südlichen Honshu finden sich auch subtropische Bäume wie Kampfer- und Banyanbaum. Hier werden außerdem Teesträucher angebaut. Im zentralen und nördlichen Honshu entspricht die Baumvegetation derjenigen der gemäßigten Klimazone; hier gedeihen Buchen, Weiden, Kastanien und viele Nadelbäume. Maulbeerbäume werden in großem Umfang zur Seidenraupenzucht angebaut, ebenfalls die Lackbäume, die den Grundstoff für die berühmten japanischen (und chinesischen) Lackkunstarbeiten liefern.
    

In Hokkaido ist die Vegetation eher borealer Natur und ähnelt derjenigen Südsibiriens. Fichten, Lärchen und bestimmte Kiefern zählen hier zu den häufigsten Bäumen, teilweise finden sich aber auch Erlen, Pappeln und Buchen. Die häufigsten in Japan angebauten Obstsorten sind Pfirsiche, Mandarinen, Birnen und Orangen. In Japan wird eine einzigartige Form der Landschaftsgärtnerei betrieben: In den dortigen Gärten finden sich häufig Miniaturreproduktionen natürlicher japanischer Landschaften. Eine weitere typische Kunst ist die Bonsai-Kultur, bei der durch sorgfältiges Zuschneiden und spezielle Pflanz- und Pflegemethoden Miniaturausgaben von Bäumen entstehen, die der charakteristischen Wuchsform entsprechen.

   
Aufgrund seiner geographischen Lage und der Breitenausdehnung seines Gebietes hängen die Klimaunterschiede Japans von mehreren Faktoren ab, unter anderem den Winden und Meeresströmungen. Im Winter reduzieren sibirische Winde die Temperaturen auf Werte, die auf der Insel Hokkaido und im Norden Honshus bis unter 0 Grad absinken können. Diese Luftmassen bringen die Feuchtigkeit des Japanischen Meeres auf das Festland und führen zur Nebelbildung an den Westküsten sowie zu Niederschlägen in Form von Schnee in den höheren Lagen. Im Sommer dominieren vor allem die Monsunwinde aus dem Südwesten und Südosten neben Taifunen oder tropischen Wirbelstürmen, ergiebigen Regengüssen und hohen Temperaturen, die im nördlichen Drittel der Inseln deutlich abfallen. Die Meeresströmungen beeinflussen ebenfalls das Klima.

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