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Flora und Fauna

Abgelegt unter: Norwegen — 13. März 2007 @ 04:25

Flora und Fauna

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Norwegen ist zum Teil dicht bewaldet mit Fichten, Kiefern, Buchen und Birken, die Waldflächen bilden rund 22% der Landesfläche. Laubwälder sind vor allem an den Küstengebieten im Süden und Südwesten anzutreffen, im Osten und im Norden finden sich zunehmend mehr Nadelbäume. Hoch im Norden und in höheren Regionen herrscht Tundra vor.
Die Wälder Norwegens sind sehr tierreich: Neben Hirsch, Fuchs, Wolf und Bär finden sich Otter, Marder, Iltis und Wildnerz. Weiter im Norden gibt es Polarfüchse, Rentiere, Schneehasen und die Taigaspitzmaus. Elche kommen zum Teil als reine Wildtiere vor, teils als halbwilde Haustiere der Samen. Prinzipiell stehen in Norwegen alle Tierarten gesetzlich unter Schutz. Zu bestimmten Jahreszeiten wird dieser Schutz aufgehoben und Hirsche, wilde Elche (in einigen Teilen des Landes sogar Bären) dürfen mit entsprechender Genehmigung gejagt werden. Hoch oben im Norden gibt es Robben, Seehunde und (streng geschützte) Eisbären.
Die Gewässer Norwegens sind sehr fischreich. In den Seen und Flüssen gibt es Lachs, Forelle, Barsch und Hecht, im Meer u.a. Hering, Kabeljau, Heilbutt und Makrele. Norwegen unterläuft immer noch die Bestimmungen der internationalen Artenschutzkonferenz hinsichtlich eines Walfangverbotetes.

Der Norweger bezeichnet alles, was oberhalb der Baumgrenze liegt, als Fjell. Fjell wird zu Deutsch übersetzt mit “Berg” oder “Gebirge”.  Umfassender sind unter dem Begriff Fjell diejenigen Landschaften zu verstehen, die während der Eiszeit überformt wurden, dazu Gipfel, Grate und Bergrücken. Zum Fjell gehören auch die Gletscher wie der Jostedalsbreen, das größte geschlossene Gletschersystem Europas ohne Island.

Generell kann man sagen, daß in Norwegen, verglichen mit den Alpen, die gleichen klimatischen und Vegetationsverhältnisse bereits 1.000 bis 1.500 Meter niedriger herrschen. Dies wird durch die hochnordische Lage bedingt. Im zentralen Südnorwegen (Jotunheimen und Umgebung) verläuft die Baumgrenze am höchsten - bei ca. 800 bis 1.200 m, weiter östlich bei ca. 900 m, entlang der Westlandsküste bei ca. 500 m, in der Provinz Trøndelag (Region um Trondheim, östlich bis zur schwedischen Grenze) bei ca. 900 m, in der inneren Provinz Troms (Region um Tromsø) bei ca. 700 m und in der Finnmark bis hinunter auf Meereshöhe. Demzufolge findet man die gleichen Pflanzen- und Tierarten, die in Südnorwegen über 1.000 m vorkommen, in Nordnorwegen auf ca. 300 m bis hinunter auf Meereshöhe. Im folgenden beschreiben wir die einzelnen Höhenstufen und die häufigsten Pflanzen und Tiere, die dort jeweils vorkommen.

Die subalpine Zone umfaßt hauptsächlich den Moorbirkenwald, der wie ein Gürtel über dem Nadelhochwald (Prealpine Zone) liegt. In einigen Regionen Ostnorwegens klettern einzelne Nadelbäume jedoch bis zum offene Fjell hinauf und gehören dann ebenfalls in die subalpine Zone.
In Südnorwegen reicht der Moorbirkenwald normalerweise bis rund 1.000 m (+/- 100 m). Lokal geht er allerdings bis über 1.200 m (u.a. im Sikkilsdalen im östlichen Jotunheimen findet man einen der höchstgelegenen Waldgürtel ganz Norwegens).
Nach Norden hin sinkt die obere Grenze der subalpinen Zone über ca. 600 m in der Fylke Nordland bis unter 300 m in der Finnmark.

Hier leben Vögel wie die Wacholderdrossel (Turdus pilaris), Rotdrossel (Turdus iliacus), Fitis (Phylloscopus trochilus), und dort, wo der Birkenwald mit Moor durchsetzt ist, auch Birkhühner (Tetrao tetrix) und Sumpfohreule (Asio flammeus). Ein prominenter Raubvogel, welcher sehr variiertes Terrain mit steilen Talseiten, offenen Mooren, Fjellwald (Birken und Fichten) und offenen Gebirgslandschaften verlangt, ist der Steinadler (Aquila chrysaetos).

Entlang steiniger, schnellfließender Bäche und Flüsse im ganzen Land ist Norwegens Nationalvogel, die Wasseramsel (Cinclus cinclus) zu finden. Der etwa stargroße, kompakte Vogel hat ein schwarzbraunes Federkleid mit weißer Brust und Kehle und kann oft beobachtet werden, wie er zwischen den Steinen und Strudeln hin- und herflitzt und untertaucht.

Raubiere, die im Übergang der subalpinen Zone zum Fjell leben, sind Polarfuchs (Alopex lagopus, in Norwegen vom Aussterben bedroht), Hermelin oder Großes Wiesel (Mustela erminea), Mauswiesel oder Kleines Wiesel (Mustela nivalis), der zur Pelzzucht eingeführte und aus der Gefangenschaft entwichene Nerz (Mustela vison) und als typisch nordischer und größter Marderartiger der Vielfraß (Gulo gulo; siehe Zeichnung unten), ein scheues und selten beobachtetes Tier.

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