Die Welt

Flora und Fauna

Abgelegt unter: Schweden — 1. Mai 2007 @ 02:27

Flora

In Schweden sind alle Greifvögel, sogar der seltene Steinadler, zu Hause.

Viele Zugvögel brüten in Schweden oder machen hier Rast. Vogelbeobachtungsstationen gibt es nahezu überall. Von Ornithologen in ganz Europa geschätzt ist der Hornborgasjön in Västergötland, der auch von Tausenden von Vogelfreunden besucht wird. Der Elch, jener gewaltige Waldbewohner, der bis zu 500 kg schwer werden kann, ist mit Ausnahme von Skäne und Gotland im ganzen Land verbreitet. Elche, die trotz allen Vorurteilen recht schlau sind, sind Allesfresser und bevorzugen zum Leidwesen der Holzindustrie die Triebe junger Bäume. Mit nur schwachem Sehsinn wagen sie sich - angelockt von Müllplätzen - bis an die städtischen Randgebiete heran. Vor allem in Smaland, Västergötland und Värmland kann man Elche auch in freier Wildbahn beobachten. Sie zeigen sich vorzugsweise in der Dämmerung und an Waldrändern oder wenig befahrenen Wegen. Das Rentier trifft man in Lappland meist in ganzen Herden. Rotwild kommt hauptsächlich im Norden vor. Dort findet man auch noch Tierarten, die in Europa äusserst selten geworden sind: Polarfuchs, Vielfrass und Bär. Ca. 500 Braunbären leben hier noch. Eine Begegnung mit ihnen ist aber für den Durchschnittstouristen unwahrscheinlich, da die Tiere scheu sind und an unzugänglichen Stellen leben. Dies gilt auch für Luchse und die meisten Wölfe, von denen keine Gefahr mehr ausgeht. Es werden allenfalls noch 20 Wölfe an der Zahl sein. Ansonsten trifft man Hasen, Dachse, Marder und andere Nagetiere. In Lappland sind Lemminge die häufigsten Kleinsäugetiere. Auch Schlangen sind in Schweden zu Hause. Giftig ist nur die Kreuzotter. Sie ist aber scheu und daher ungefährlich. Die grösste Plage der Sommerurlauber können Stechmücken sein, besonders an Seeufern und in den Moorgebieten. In den fischreichen Seen und Flüssen findet man vor allem Lachs, Hecht, Zander, Forellen und Karpfen.

Fauna

Schweden ist ein grünes Land, auch im Winter. Dafür sorgt der grosse Anteil von Nadelbäumen am Wald (85%). Tanne und andere Edelhölzer sind fast unbekannt, dominierende Bäume sind Fichte, Kiefer und Birke. Die Seenlandschaft ist die Nordgrenze für fast alle Laubbäume. In Västergötland findet man den nördlichsten Birkenwald der Welt. Einmalig auf der Welt bilden in Lappland die Birken und nicht Nadelhölzer die nördliche Baumgrenze. Meist reichen sie noch 200m weiter als die Fichten, allerdings sind sie hier im äussersten Norden von kleinerem Wuchs. Flechten und Beerensträucher überziehen fast den gesamten schwedischen Wald als Bodengewächse. Im Herbst lockt ein überreiches Angebot an Pfifferlingen und anderen Speisepilzen, an Himbeeren, Walderdbeeren, Blaubeeren und Preiselbeeren. In Lappland, vor allem in den Sumpfgebieten, findet man noch die immer seltener werdende delikate arktische Multebeere. Landwirtschaft mit Getreideanbau betreibt man in Skäne, Väster- und Oestergötland, Sörmland, Uppland, Värmland und Dalarna. Obwohl der Getreideanbau überwiegt, findet man in allen Provinzen Wiesen und Weiden, die eine leistungsfähige Milchwirtschaft erlauben. In Dalarna, Härjedalen und Jämtland hat sich in hohen Lagen sogar eine Art Sennereiwirtschaft erhalten, die an norwegische oder auch an schweizerische Verhältnisse erinnert. Im Fjäll blühen - allerdings nur kurz - viele seltene alpentypische Blumen wie zum Beispiel Steinbrech, Eisenhut und sogar Edelweiss.

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