Die Welt

Dies und das

Abgelegt unter: Hawaii — Mai 11, 2007 @ 12:23 am

Die Hawaiianische Blumenlei  hawai1.jpg

Die duftende Hawaiianische Blumenlei bildet die Verbindung zum alten Hawaii und stellt damit eine Brücke zur alten Hawaiianischen Kultur dar. Auf Hawaii gibt man sich zu verschiedensten Anlässen eine Lei: um Freunde oder Familie zu begrüßen, einen Geburtstag zu feiern und natürlich insbesondere während einer Hawaiianischen Hochzeitszeremonie. Hier repräsentiert eine Blumenlei die Lebensfreude der Hawaiianer. Sie ist ein geschätztes Juwel auf diesen Inseln und so kostbar, dass man “Lei” oftmals sogar mit “Kind” übersetzt.

Eine Lei auf Maui kann aus Blumen, Samen, Blättern, Reben, Farnen, Nüssen und Früchten gewoben werden. Blumenleis aus Plumeria oder Orchideen sind die gebräuchlichsten, Leis aus Rosen oder Nelken die modernsten. Leis aus Ingwer und Gardenien, diejenigen, die sich am kürzesten halten. Die pinkfarbige Lakelani Rose ist Maui’s Blume.

Die grüne offene Meile Lei ist die älteste Lei auf Hawaii. Sie wurde damals von Braut und Bräutigam getragen. Ti Leaf und Maile war und ist den Hawaiianern heilig und ein Zeichen göttlichen Ranges und höchster Macht im alten Hawaii. Heute trägt meist der Bräutigam diese Lei und die Braut eine Lei aus frischen, duftenden Blüten.

Die farbenfrohen gelben und orangen Ilima Knospen durften in vergangenen Jahrhunderten nur von der herrschenden Königsklasse getragen werden. In der damaligen Zeit trug jeder, der an die göttliche Kraft von Blättern oder Blüten glaubte, eine Lei. Sie wurde immer frisch aufgezogen und galt darüberhinaus als Schmuckstück. Schwangere Frauen nehmen offene Leis, weil man auf Hawaii glaubt, daß die Lei die Nabelschnur repräsentiert, die “offen” und fließend sein muß. Hawaiianer glauben an die lebensspendende und Leben-symbolisierende Kraft der Lei.

Heute gibt sich das Brautpaar während der Hawaiianischen Hochzeitszeremonie ihre Hochzeitsleis als ein Zeichen der Liebe Die handgepflückten Blüten werden mit Sorgfalt aufgezogen, die ein Symbol des Aloha sind. Früher tauschte das Paar nur diese Leis als Zeichen der Liebe. Die Eheringe wurden erst durch die Missionare zu Beginn des 19. Jahrhunderts auf Hawaii eingeführt. Deswegen tauscht das Paar in der heutigen Zeremonie zuerst die Blumenleis und zum Ende hin die Eheringe aus.

Noch eine “Blume”, die man nicht als Lei tragen kann, ist die Kokosnuss, NIU auf Hawaiianisch. In vielen Teilen der Tropen wird die Kokosnusspalme aufgrund ihrer verschiedenen Verwendungsmöglichkeiten auch “Baum des Lebens” genannt. Eine wunderbare Quelle der Erfrischung, hat Niu ebenfalls die Kolonisation weit entfernter Inseln ermöglicht. Niu versorgte nicht nur die Bevölkerung mit Essen und Wasser, sondern auch mit Blättern, um Utensilien anzufertigen oder Hausdächer zu decken. Aus den Stämmen werden pahu (Trommeln) sowie Schüsseln und Werkzeuge gemacht. Man benutzt den Baum auch heute noch, um Feuer und Tauwerk herzustellen. Nach der Hawaiianischen Zeremonie bieten wir Ihnen einen Erfrischungstrunk aus echten Kokosnuss Schalen, um die lebensspendende Kraft dieses Baumes zu ehren. Die Kokosnuss steht ausserdem symbolisch für Fruchtbarkeit.

Das Ritual des Hawaiianischen Hulatanzes:  hula.jpg

Der Hula Tanz ist eine alte und heilige Form, mit dem tiefste Gefühle ausgedrückt werden. Er verbindet die Hawaiianischen Tänzer mit dem Göttlichen, und trägt die Geschichte darüber, was die Hawaiianer damals taten, dachten, wie sie lebten und woran sie glaubten, in sich. Weil es keine Schriftsprache gab, war Hula das Geschichtsbuch der Hawaiianer. Schon im Kindesalter wurde damals jemand erkoren, Tänzer zu werden und lebte fortan bei seinem Lehrer. Als die Missionare 1821 auf Hawaii landeten, verbaten sie sofort den Hula Tanz, der ihnen durch die sich bewegenden Hände, die kreisenden Hüften und das Spreizen der Beine zu sinnlich war. Der geliebte Tanz wurde aber trotzdem an geheimen Orten weiter geführt.

Das KAHIKO ist der alte Hula Tanz. Er wird in traditionellen Kostümen wie dem grünen Ti Leaf Rock getanzt. Das ‘AUANA ist die moderne Version.

Das Werfen der Lei ins Meer:

Für die Hawaiianer repräsentiert das Meer die Ewigkeit. Alles Leben kommt aus dem Meer und geht auch dorthin zurück. Wenn die Hawaiianer eine Lei ins Meer werfen, dann glauben sie, der Ozean trägt diese Lei zu ihren geliebten, verstorbenen Vorfahren. Wird diese Lei zurück an die Küste gespühlt, glauben sie, sie sei von den Ahnen empfangen und als Zeichen der Liebe wieder an Land geschickt worden.
Heute sagt man den Hochzeitspaaren, die ihre Lei nach der Hochzeit auf Maui in’s Meer werfen, dass diese Geste sie zurück nach Maui bringen wird. Das jedoch hat mit dem ursprünglichen Glauben nichts zu tun…

PU: DAS MUSCHELBLASEN

Im alten Hawaii gab es keine Kirchen und somit auch keine Kirchenglocken. Hier kam die PU, eine grosse Hawaiianische Seemuschel mit einer Öffnung an der Seite, zum Einsatz: sie gibt einen wunderbar hohlen, tiefen Klang von sich, wenn ein Muschelbläser hineinbläst, den man auf Maui kilometerweit hören kann. Zu jedem besonderen Anlass also, wenn Menschen zusammenkamen oder die Götter zu einem heiligen Ritual angerufen wurden, brauchte man den Muschelbläser. Besonders kam diese Tradition während der Hochzeitszeremonie zur Geltung.

Hawaiis Strände:

Strände auf Hawaii - wer träumt nicht davon? Mit seinen unzähligen Buchten, immer angenehm warmem Wasser das ganze Jahr über und seinen makellosen weißen, schwarzen und sogar grünen Sandstränden ist Hawaii ein beliebtes Ziel für Wassersportler aller Art. Je nach Jahreszeit liegt die Wassertemperatur zwischen 22°C und 28°C.

Dazu kommt eine vorbildliche Infrastruktur. Auch die meisten abgelegenen Strände bieten saubere Toiletten und Duschen. Diese sind oben offen, so das Geruchsbelästigungen gar nicht erst entstehen und die heimische Tierwelt hier eine reiche Nahrungsquelle findet. Die meisten einheimischen Gekko-Arten kann man hier beobachten. Nur an sehr abgeschiedenen Stellen wie im Südosten von Big Island sind einige eher abschreckende Baustellen-Toiletten aufgestellt.
Die Beach Parks haben oft eine Picknick Aera mit Grillplätzen, eher selten findet man einen Kiosk oder gar einen Eisverkäufer. Viele Strände sind tagsüber bewacht, erkennbar am roten Aussichtsturm der Wasserwacht. Eines wird man hier allerdings nicht finden: Liegestuhl- und Sonnenschirm-Verleih. Deshalb sollte man seine Unterlage - und empfindliche Naturen einen Schattenspender - selbst zum Strand mitbringen. Ebenso ist ratsam, immer etwas zu trinken und eventuell einen kleinen Snack dabeizuhaben, da viele Strände weit weg vom Nachschublager sind.
Allerdings sei an dieser Stelle darauf hingewiesen, das Alkohol am Strand verboten ist.

In den USA ist für Personen unter 21 Jahre der Kauf und der Konsum von Alkohol verboten. In Parks, an Stränden oder anderen öffentlichen Einrichtungen im Freien ist der Verzehr von alkoholischen Getränken meist generell untersagt und wird mit Geldstrafen geahndet. Das gilt auch für eine Dose Bier, die von bayrischen Touris nicht auf Anhieb als “Alkohol” eingeordnet würde! Passend zu dieser Gesetzeslage bekommt man im Supermarkt oder Bottle-Shop zumindest Wein- oder Whiskyflaschen in neutrale braune Papiertüten eingewickelt, damit man die Alkoholiker auf der Straße nicht einmal sieht.    
 
Die meisten schönen Strände sind sehr versteckt, zumal wenn Hotels am Ufer liegen und der Zugang nicht auf den ersten Blick zu erkennen ist. Es kann passieren, das einige Strände ihren Zugang durch die Hotelanlage hindurch haben, dann muss man sich bei Luxusresorts beim Wachposten anmelden und bekommt ein Permit für den “Beach Access”. Oder man fährt lange an wildem Gestrüpp vorbei, sieht das Meer nicht, und verpasst so die Zufahrt zu den schönsten Stränden.
Alle Strände sind per Gesetz öffentlich zugänglich, auch die der Luxusresorts oder Strände vor Privathäusern. Die Zugänge sind auf Maui zum Beispiel mit einem kleinen, blauen Schild gekennzeichent: “Shoreline Access” oder “Beach Access” und eine Ziffer. Wenn also im Reiseführer steht, Strand XY hat seinen Zugang am Shoreline Acesss 211, dann heißt es während der Fahrt auf dem Highway die Augen aufsperren und das kleine blaue Schild suchen. So findet man die Strände, auch wenn die Abzweigung aussieht wie eine Hoteleinfahrt oder ein Privatgrundstück, und man wäre ohne Schild nie auf die Idee gekommen, das dahinter ein frei zugänglicher Traumstrand wartet.
Auf Big Island sind die Schilder in Weis mit blauer Schrift und blauer Umrahmung. Auf den anderen Inseln sehen die Schilder womöglich wieder etwas anders aus, das Prinzip ist aber immer das Gleiche.  
 
Gefahren:

Sieht ein Strand auch noch so idyllisch aus, hier verbergen sich viele Gefahren. In der Regel weisen Warnschilder darauf hin.
  
Die hohe Brandung ist ein Markenzeichen von Hawaiis Stränden und deshalb ist hier das Eldorado der Wellensurfer. Für normale Badegäste stellt sie allerdings eine Gefahr dar, die auch von geübten Schwimmern oft unterschätzt wird. Verständlich, wenn man doch überall sieht, mit welcher scheinbaren Leichtigkteit die smarten Surfer mit ihren Brettern darin herumfuhrwerken.
Eine Welle, die etwas über Kopfhöhe bricht, ist für Hawaii eher durchschnittlich, sie führt aber enorme Wassermassen mit sich. Wenn diese Babywelle über einem Schwimmer zusammenbricht, so wird er im günstigen Fall nur herumgewirbelt und kurz unter Wasser gedrückt. Wenn man aber einmal unsanft auf den Strand geworfen wurde und dann mit dem ablandigen Sog unaufhaltsam zurück ins Meer gezogen wird, dann wird klar, wie hart und rauh ein Sandstrand sein kann.
Im Winter herrscht starke Brandung an allen Küsten, im Sommer nur an den Ost- und Nordküsten. Aber man findet auch auf Hawaii einige Badewannenstrände, wie zum Beispiel den von Kailua auf Oahu.   
  
Was man an Hawaiis Stränden darf und was nicht, ist peinlich genau festgelegt und steht auch geschrieben. Einige weitere Regeln sollte man aber beim Baden und Schwimmen ebenfalls stets beachten:

Strände mit hohen Wellen sind oft nicht als solche zu erkennen. Direkt an der Wasserlinie fallen viele Strände auf Hawaii noch im Trockenen ganz plötzlich einen halben bis zwei Meter tief ab, dies gibt einen Eindruck von der Kraft der Brandung. Im Wasser selbst ist es oft steiler als man denkt, daher stellen sich die Wellen erst direkt vor der Brandungszone steil auf und brechen mit einem harten, brutalen Schlag um, alles innerhalb weniger Meter. Dadurch kann man die Gefahr in den Wellen erst ganz spät sehen. Harmlose Wellen von Kniehöhe werden durch schräg einlaufende Kreuzseen in Sekunden zu zwei Meter hohen Bergen, die nicht langsam ausrollen, sondern abrupt umschlagen.

Badet man an Stränden mit hohen Wellen, so sollte die Aufmerksamkeit immer auf dem Ozean und die Brandung gerichtet sein. Niemals mit den Rücken zur Brandung herumstehen, auch wenn es auf dem Video besser aussieht, wenn man von einer Riesenwelle weggerissen wird.
Auch direkt an der Grenze vom nassen zum trockenen Sand sollte man sich nicht häuslich niederlassen, denn eine große Superwelle spült dann leicht das Hab und Gut ins Meer. So gesehen am Big Beach auf Maui, wo einer Frau, die zu nah an der Wasserlinie sass, das Badetuch samt Kamera und Brille von einer Monster-Welle entführt wurde.
Niemals ganz alleine weit aufs offene Meer hinaus schwimmen, das sollte selbstverständlich sein. Ebenso sollte man an einsamen Stränden nie zu weit ins Wasser gehen. Nicht umsonst sind die Strände einsam, die Einheimischen wissen genau, wo man besser nicht badet und wo es weniger gefährlich ist.
Wenn es irgendwo an einem Strand Korallen gibt, sollte man nicht barfuß ins Wasser gehen. Die Mitnahme von Badeschuhen ist für solche Fälle unumgänglich, sonst kann einem der Traumurlaub durch üble Schnitt- und Schürfwunden an den Füßen ganz schnell zum Alptraum werden.

Flora und Fauna

Abgelegt unter: Hawaii — Mai 11, 2007 @ 12:08 am

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Da Hawaii die abgelegenste Inselgruppe der Welt ist, gab es dort vor Ankunft der Menschen keine Landsäugetiere (Ausnahme: Fledermäuse). Ebenso fehlten Landreptilien, Amphibien und Süßwassertiere. Viele Arten haben sich in diverse neue Arten aufgespalten (Adaptive Radiation), weil die Inseln so schwer zu erreichen sind und dadurch viele freie ökologische Nischen existierten. Das führte dazu, dass Hawaii einen hohen Anteil an endemischen Arten hatte.

Pflanzen: Dagegen gab es Pflanzen mit ursprünglich kleinen Samen, die durch Wind, Vögel oder Fluginsekten dorthin verschleppt wurden. Interessant ist beispielsweise, dass es dort wegen des Nichtvorhandenseins pflanzenfressender Säugetiere nichtbrennende Brennesseln und Pfefferminze ohne Minzgeschmack gab.

Weitere Pflanzen: Lichtnussbaum (Aleurites moluccana), Hibiscadelphus, Vulkanpalme (Brighamia insignis), Hillebrandia sandwicensis eines der Schiefblattgewächse, Nestegis (Ölbaumgewächse), 40 endemische Arten Zweizähne (Bidens), Acaena exigua zählt zu den Stachelnüsschen.

Vögel: Es gab mehr als 70 Arten Vögel. Interessant sind die Kleidervögel (Drepanididae), bei denen eine Art sich in mehr als sieben Gattungen aufgespalten hat. Moa Nalos und Hawaiigänse waren große flugunfähige Vögel, die sich von Gras und Kräutern ernährt haben. Die flugfähige Verwandte der Hawaiigänse, die Hawaiigans, hat bis heute überlebt.

Weitere Vogelarten: Stelzenläufer (Himantopus himantopus), Hawaiikrähe (Corvus hawaiiensis), Hawaii-Bussard (Buteo solitarius), Sumpfohreule (Asio flammeus), Laysanente (zool.: Anas laysanensis)

Säugetiere: Es gab eine Art der Fledermäuse.

Insekten: Es gab Fluginsekten und Insekten die durch den Wind verschleppt wurden. Auf der Inselgruppe Hawai?i sind aus einer Fruchtfliegenart (gemeint sind Taufliegen (Drosophilidae)) rund 1000 Arten entstanden, die sich äußerlich erheblich unterscheiden.

Weitere Insekten: Hyposmocoma molluscivora, unpigmentierte, oft blinde, permanent unterirdisch lebende Arten der Glasflügelzikaden, einige Arten der Riesenkrabbenspinnen (Sparassidae, ehemals Heteropodidae, Eusparassidae) (Cixiidae), Monarchfalter (Danaus plexippus),
Einfluss des Menschen: Durch den Einfluss der ursprünglichen polynesischen Siedler starben mehr als die Hälfte der ursprünglich hier lebenden Vogelarten aus (vgl. ausgestorbene Vögel). So auch die Moa-Nalos (Chelychelynechen quassus, Thambetochen spp., Ptaiochen pau), die die größten Pflanzenfresser Hawai?is waren, und eine ähnliche ökologische Nische wie die Riesenschildkröten von den Maskarenen, den Seychellen, Aldabra und den Galápagosinseln einnahmen.

Außerdem brachten sie Nutzpflanzen und -tiere (sowie deren Schädlinge) mit, die sie auf See und nach ihrer Ankunft benötigten. Diese nicht einheimischen Arten trugen erheblich zum Aussterben weiterer einheimischer Arten bei. Besonders viel Schaden richteten verwilderte Hunde und Ratten an, die einheimische Tiere jagen. Die einheimischen Vögel wurden durch die eingeschleppte Vogelmalaria dezimiert, die durch ebenfalls eingeschleppte Mücken übertragen wird. 

Eingebürgerte Tiere und Pflanzen (Neozoen und Neophyten):  hawai3.jpg

Vögel: Schopfwachtel (Callipepla californica), Rußbülbül (Pycnonotus cafer), Graukardinal (Paroaria coronata), Chukarhuhn (Alectoris chukar)

Säugetiere-Haustiere: Hunde, Katzen und andere

Säugetiere-Kulturfolger: Pazifische Ratte (Rattus exulans), Wanderratte (R. norvegicus)

Säugetiere-zur Jagd: Axishirsch oder Chital (Axis axis), Schweinshirsch (Axis porcinus)

Säugetiere-Zoo: Bürstenschwanz-Felskängurus (P. pennicillata)

Amphibien:

Der Goldbaumsteiger (Dendrobates auratus) aus Costa Rica, Panama und Kolumbien und die Aga-Kröte (Bufo marinus) wurden in den frühen 30er Jahren auf der Hawai?i-Insel O?ahu zur Mückenbekämpfung ausgewildert.

Nutzpflanzen:

Mammiapfel (Mammea americana), Brotfruchtbaum (Artocarpus altilis), Makulan (Maya-Sprache) auch Mexikanischer Blattpfeffer oder Ohrenpfeffer (Piper auritum), Hawaiische Holzrose (Argyreia nervosa), Zuckerrohr (Saccharum officinarum), Weinrebe (Vitis vinifera), Ananas, Kaffee, Bananen, Tabak, Reis, Baumwolle

Zierpflanzen: Palisanderholzbaum (Jacaranda mimosifolia), Goldtüpfelfarn (Phlebodium aureum), Orchideen

Meerestiere:

Während für Landtiere und -pflanzen das Meer eine schwer überwindbare Hürde ist, können Meereslebewesen viel leichter zu abgelegenen Inseln gelangen. Um die Hawai?i-Inseln herum leben viele für Korallenriffe typische Tiere.

Hawaii-Anemone (Heteractis malu) – eine der Symbioseanemonen

Gliederfüßer: Halocaridina (Hawaii-Garnelen) gehören zu den Süßwassergarnelen

Fische: Flammen-Zwergkaiserfisch oder Flammen-Herzogfisch (Centropyge loricula), Zigarren-Lippfisch (Cheilio inermis), Sandverkriecher (Creediidae), Hawaii-Feuerfische (Pterois sphex), Orangestreifen-Falterfisch (Chaetodon ornatissimus), Mondsichel-Falterfisch (Chaetodon lunula), Vierfleck-Falterfisch (Chaetodon quadrimaculatus), Grüne Vogel-Lippfische (Gomphosus varius), Augenstreifen-Doktorfisch (Acanthurus dussumieri), Riesenzackenbarsch (Epinephelus lanceolatus), Fingerflosser (Cheilodactylidae), Drachenmuräne oder Panthermuräne (Enchelycore pardalis), Picasso-Drückerfisch (Rhinecanthus aculeatus), Weißband-Nashornfisch (Naso annulatus), Doktorfische (Acanthuridae). 

Reptilien: Suppenschildkröte (Chelonia mydas)  hawai4.jpg

Meeressäugetiere:

Hawaii-Mönchsrobben, Zwerggrindwal (Feresa attenuata), Ostpazifischer Delfin oder Spinnerdelfin (Stenella longirostris)

Viele tausend Kilometer vom Festland isoliert, hat sich in Hawaii über Jahrmillionen eine einzigartige Flora und Fauna entwickelt. Wem Bananen, Zuckerrohr, Ananas, Kokospalmen, Hibiskus, Orchideen und so ziemlich alle anderen auffälligen Blumen einen typisch tropischen Eindruck vermitteln, muß wissen, daß diese Pflanzen und viele Tiere, darunter auch Hunde, Katzen, Ratten, Moskitos, Läuse und Flöhe vom Menschen mitgebracht wurden. Diese neuen Eindringlinge, aber auch Erschließung von Wohn- und Touristenzentren, Plantagen und Golfrasen sorgten für einen rasanten Wechsel in der Flora und Fauna. Von rund 67 heimischen Vogelarten sind beispielsweise 23, die es nur hier gab, bereits unwiederbringlich ausgestorben, andere Allerweltsarten sind hinzu gekommen - eine exotisch bunte Mischung entkommener Käfigvögel und Papageien.

Das Landschaftsbild ist geprägt von Ananas, Zuckerrohr, Obstplantagen, milliarden von wildwachsenden Orchideen, Macadamianuß-Plantagen und Kaffeepflanzungen.

Hawaii Karte

Abgelegt unter: Hawaii, Landkarten — Mai 10, 2007 @ 11:58 pm

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Köstlichkeiten Hawaii

Abgelegt unter: Internationale Rezepte, Hawaii — Mai 10, 2007 @ 11:54 pm

Fisch mit Eiersauceessen1.jpg
(Pescado con salsa de huevos)

Zutaten:

4 Fischfilets a ca. 150 gr 2-3 Eier (nach Größe), 4 Schalotten, ½ gelbe Paprikaschote, 2 Fleischtomaten, ein kleines Stück frischer Ingwer (ca. 0,5 X 1 cm), 1 EL frischer Ananassaft, 1 EL frischer Limettensaft, Salz, Pfeffer, Olivenöl.

Zubereitung:

Fischfilets waschen und trocken tupfen. In einer (geölten) feuerfesten Form mit Salz und frisch gemahlenem Pfeffer auf beiden Seiten würzen und mit dem Limettensaft beträufeln. Im Kühlschrank ca. 20 – 30 Min. marinieren lassen.
In der Zwischenzeit die Tomaten abziehen (zuerst in kochendes, dann in eiskaltes Wasser tauchen – so löst sich die Haut leichter) und eine davon in feine Würfel schneiden.
Die Schalotten und den Ingwer fein hacken und die Paprikaschote in feine Würfel schneiden. Die Eier hart kochen, das Eiweiß fein hacken, das Eigelb in eine Schüssel geben.
Die gewürfelte Tomate und die Hälfte der gewürfelten Schalotten auf die Fischfilets geben, den feingehackten Ingwer darüber streuen und mit dem Ananassaft übergießen.
Im auf 180°C vorgeheizten Backofen in ca. 30 – 40  Min. garen lassen (je nach Dicke der Fischfilets).
Das Eigelb in einer Schüssel mit einer Gabel zerdrücken und mit etwas Öl, Salz und Pfeffer zu einer dicken Paste verrühren. Die Fischfilets aus der Form heben und warm stellen. (Im Backofen in Alufolie gewickelt).
Den Sud langsam zu der Eiermasse geben und eine dickflüssige Sauce herstellen.
Die restlichen Schalotten~ und Paprikawürfel in wenig Öl in einem Topf glasig dünsten, die Eiersauce hinzugeben, das gehackte Eiweiß unterrühren und kurz aufkochen lassen. Hitze ausschalten und die Sauce noch ca. 3 – 5 Min. ziehen lassen.
Fischfilets im Reisrand auf den Teller geben, mit der Sauce nappieren und mit der Zweiten, in Scheiben geschnittenen Tomate garnieren.

Gefüllte Ente auf Hawaiianische Art
(Rellenado de Pato)

Zutaten:

2 Enten (küchenfertig vorbereitet, frisch oder TK-Ware), 150 gr. geräucherter Schinken, 150 gr. Rinderhack, 150 gr. grobe Bratwurst (roh), 1 alte Semmel in Milch eingeweicht und gut ausgedrückt, 1 Ei, 1 Tl Kapern, 1 EL Rosinen, 1 mittelgroße feingehackte Zwiebel, 2 Knoblauchzehen, Salz, Pfeffer aus der Mühle, 1 Tl Honig, 2 Tl Limettensaft, 1 EL frischer Ananassaft, 1 kleines Stück frischer Ingwer, Olivenöl.

Zubereitung:

Die Enten waschen und sorgfältig innen und außen trocken tupfen. Eine Knoblauchzehe zerdrücken und dann mit dem Ingwer fein hacken, mit Salz und Pfeffer, sowie dem Honig, dem Limetten~ und dem Ananassaft mischen. Die Enten damit von innen und außen einpinseln und mindestens 2 – 4 Stunden in einer Schüssel im Kühlschrank marinieren lassen. Dabei die Enten immer wieder mit der Marinade bestreichen.
Den Schinken durch einen Fleischwolf drehen, das Rinderhack und das aus der Pelle gedrückte Bratwurstbrät dazu geben. Das Ei verquirlen, Kapern, Rosinen, die feingehackte Zwiebel und die feingehackte 2. Knoblauchzehe dazu geben und untermischen. Die sorgfältig ausgedrückte Semmel mit einer Gabel fein zerdrücken und unter die Fleischmasse mischen.
Diese Mischung mit Salz und Pfeffer abschmecken und in die Enten füllen. Die Öffnungen mit Faden zunähen oder mit Zahnstochern und darum gewickelten Faden verschließen, so dass das Brät nicht austreten kann.
Die Enten auf ein Gitterrost über einem tiefen Bratblech legen und in den auf 220°C vorgeheizten Backofen geben, so dass sich die Enten ca. in der Mitte zwischen Ober~ und Unterhitze befinden.
Nach ca. 20 – 30 Minuten das ausgetretene Fett aus dem Bratblech entnehmen und mit der restlichen Marinade mischen. Damit die Enten rundum einpinseln und diesen Vorgang des Öfteren wiederholen.
Wenn die Enten nach ca. 2 Stunden gar sind (kommt auf die Größe an), sie sollten gut gebräunt sein und – wenn mit Zahnstocher oder hölzernem Schaschlikspieß angestochen – muß der austretende Bratensaft klar sein, also nicht mehr rosa!
Die Enten in Alufolie einwickeln und ca. 10 Min. ruhen lassen! Bei sofortigem Aufteilen würde der Bratensaft auslaufen und das Fleisch zäh und trocken werden!
In der Zwischenzeit den Bratensud aus dem Bratblech durch ein Sieb in einen Topf geben, den Bodensatz mit etwas Geflügelfond ablöschen, aufkochen lassen, zu dem Bratensud geben, entfetten und mit braunem Saucenbinder leicht abbinden.
Die Enten in Portionsstücke zerlegen, die Füllung daneben (in Scheiben geschnitten) auf einer großen Servierplatte anrichten, mit der Sauce nappieren.
Mit inzwischen in Butter gebratenen Annanas - Scheiben und der Länge nach halbierten gebratenen Bananen garnieren.

Haupia (Kokosnusspudding)

Zutaten:

Kokosmilch, weißer Zucker, Mondamin.

Zubereitung:

Weißen Zucker und Mondamin zu gleichen Teilen in einen Topf geben, die lauwarme Kokosmilch auf kleiner Flamme unter ständigem Rühren dazu geben und so lange kochen, bis der Pudding anfängt dick zu werden.

Moa Luau (gekochtes Huhn mit Kokosmilch und Spinat)

Zutaten:

2 Brathähnchen, 1 Packung TK Spinat (450 gr.) [oder mehr], ca. ½ Ltr. Kokosmilch, Salz.

Zubereitung:

2 Brathähnchen (für 4 Personen) roh zerteilen und das Fleisch von den Knochen lösen. Knochen in leicht gesalzenem Wasser mit Suppengrün aufkochen, ca. 20-30 Minuten köcheln lassen. Das Hühnerfleisch in einer Pfanne im heißen Öl von allen Seiten gut anbräunen. Die Hühnerbrühe durch ein Sieb seihen und das Fleisch darin weich dünsten.

Danach die Brühe abgießen und andersweitig verwenden. In der Zwischenzeit den TK-Spinat aufkochen und in einem Sieb gut ausdrücken. Spinat, Hühnerfleisch und Kokosmilch in einen Topf geben, aufkochen lassen. Mit weißem Saucenbinder nach Geschmack andicken.

Als Beilage kann man Kartoffeln, besser Süßkartoffeln dazu reichen.

Schweinefleisch – ADOBO
für ca. 8 – 10 Pers.

Zutaten:

Ca. 1,5 Kg. Schweinefleisch, 125 ml. Weißweinessig, 2-3 Knoblauchzehen (nach Größe und Geschmack), 2-3 Lorbeerblätter, 2 EL schwarzer Pfeffer aus der Mühle, Salz, 2 EL Olivenöl, ca. 1 Tl. fein gehackten frischen Ingwer, 100 ml. frischen Ananassaft, 100 ml. Gemüsebrühe.

Zubereitung:

Das Schweinefleisch (am besten aus der Schulter oder dem Nacken) in ca. 1,5 cm dicke Würfel schneiden. Die Lorbeerblätter zerbröseln und die Knoblauchzehen fein hacken.
Die Fleischwürfel mit den anderen Zutaten (außer dem Essig, der Gemüsebrühe und dem Ananassaft) in einen Topf zu dem erhitzten Olivenöl geben und rundum bräunen. Den Essig dazugeben, aufkochen lassen und bei reduzierter Hitze zugedeckt ca. 1 Stunde köcheln lassen, bis das Fleisch gar  und die Flüssigkeit verdampft ist. Dabei öfter den Deckel abheben und das Fleisch durchrühren. Die Hitze wieder heraufschalten, die Flüssigkeiten (Gemüsebrühe, Ananassaft) dazu geben und unter Rühren kurz aufkochen lassen. Mit braunem Saucenbinder leicht andicken und mit Reis servieren.
Salat als Beilage.

Mariniertes Fleisch – gegrillt

Zutaten:

Die Marinade passt sowohl zu Rindersteak (Pul Kogi), als auch zu Schweinerippchen (Kal Bi)  oder in Portionsstücke zerlegtes Huhn.

Für die Marinade:

1 Cup Sojasauce (normale braune), 3 EL brauner Rohrzucker, 3 Knoblauchzehen, 1 Stück frischer Ingwer – ca. 1,5 cm Durchmesser und ca. 1 cm lang, 3 Stück Frühlingszwiebeln mit Lauch, 2 EL Sesamöl, 2 EL Sesamkörner (Reformhäuser, Drogeriemärkte).

Zubereitung:

Knoblauchzehen, Ingwer und Frühlingszwiebeln fein hacken.
Die Sesamkörner in einer trockenen Pfanne anrösten und im Mörser zerstoßen (wer keinen Mörser hat, gibt die Körner in einen TK-Beutel und zermahlt sie mit einer Küchenrolle [oder einer Flasche]).
Alle Zutaten vermischen und die Fleischstücke in dieser Marinade mehrere Stunden, am besten über Nacht im Kühlschrank marinieren lassen.

Das Fleisch dann entsprechend auf einem Grill oder in der Pfanne garen.
Sollten Sie keinen Holzkohlegrill haben, könnten sie einen ähnlichen Geschmack durch Verwendung von „Hickory Rauchsalz“ (bitte sparsam verwenden) erreichen.
Da es von diversen Firmen diese Gewürzmischung gibt und ich selber schon nicht so gute Erfahrungen mit einigen Produkten gemacht habe, greife ich nur noch auf die Gewürzmischung der Fa. „Spice Islands“ zurück, was ich übrigens auch bei der „Chili con Carne“ – Gewürzmischung mache.
Das soll jetzt keine Schleichwerbung sein! Diese Gewürze, die man nicht einmal überall bekommen kann, sind – im Vergleich – sehr teuer, aber im Geschmack absolute Spitze!

Rumaki

Zutaten:

6 Hühnerlebern
3 EL Sojasauce
3 EL Wasserkastanien (aus der Dose)
3 EL Portwein
12 dünne Scheiben Frühstücksspeck

Zubereitung: 

Hühnerleber putzen, waschen und abtrocknen, halbieren. Mit der Sojasauce übergießen und 15 Min. durchziehen lassen. Die Wasserkastanien abtropfen lassen und mit dem Portwein übergießen, auch 15 Min. ziehen lassen. Den Speck von der Schwarte befreien und je eine Hühnerleberhälfte und eine Wasserkastanie in eine Speckscheibe einrollen und feststecken. Pro Seite ca. 6 Min. grillen lassen. Heiß servieren.

Kindersoldaten

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Es gibt keine offizielle Definition des Begriffs Kindersoldaten. Die internationale Coalition to Stop the use of child Soldiers orientiert sich an der Altersgrenze der UN-Kinderrechtskonvention und fordert, dass niemand, der das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet hat, in reguläre Streitkräften oder nichtreguläre bewaffnete Gruppen rekrutiert werden darf. Nach den Cape Town-Principles von 1997 sollen nicht nur minderjährige kämpfende Angehörige von bewaffneten Einheiten als Kindersoldaten angesehen werden, sondern auch Träger, Informanten, Köche etc. Diese breite Definition soll einen besseren Schutz von Kindern gewährleisten und ihnen im Falle einer Demobilisierung Zugang zu Hilfsmaßnahmen gewähren. Allerdings gibt es ein Spannungsverhältnis zum Kombattantenstatus, der mit dieser Einordnung zu den Soldaten erreicht wird. Soldaten dürfen danach im Krieg mit tödlicher Gewalt bekämpft werden, ein wenig anzustrebender Status.

Kinder und Jugendliche sind in der Regel leichter zu rekrutieren als Erwachsene. Sehr viele werden zwangsweise zu Soldaten. Insbesondere Jugendliche schließen sich aber auch freiwillig den bewaffneten Gruppen an. In der Regel kommen Kindersoldaten aus den ärmsten Schichten der Bevölkerung, viele sind durch die Kriegsereignisse von den Eltern getrennt worden, es sind Kinder aus Flüchtlings- und Vertriebenenlagern, sowie Straßenkinder. kindersoldat02.jpgUnter diesen Umständen wird der Krieg für die Jugendlichen nicht nur zur Chance, ihre Existenz zu sichern, er bringt ihnen auch soziale Anerkennung, sowie ein Machtgefühl, das ihnen als Unbewaffnete nie zuteil würde. Die Kinder werden den gleichen Belastungen ausgesetzt wie die erwachsenen Soldaten. Sie werden oft einer brutalisierenden Behandlung unterworfen, auf Disziplinlosigkeit wie z. B. Einschlafen auf der Wache stehen drakonische Strafen. Fortlaufen wird in der Regel mit Hinrichtung bestraft. Kindersoldaten werden vor allem in den sogenannten neuen Kriegen eingesetzt, da diese Kriege überwiegend mit leichten Waffen geführt werden.