Bericht: Kinderarbeit
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Gefährliche Kinderarbeit
Etwa 126 Millionen Kinder zwischen 6 uns 17 Jahren arbeiten in Jobs, die zu den gefährlichen Formen von Kinderarbeit gehören. Dazu zählen u.a.:
Sklaverei
Kinderhandel
Schuldknechtschaft
Prostitution und andere Arbeiten, die für die Gesundheit, Sicherheit oder die Sittlichkeit von Kindern schädlich sind.
Erhebungen der IAO haben ergeben , dass 7 von 10 arbeitenden Kinder in der Land- und Forstwirtschaft, der Fischerei und der Jagd beschäftigt sind. Hier gibt es enge Verflechtungen zur informellen Wirtschaft, wo sich die mit Abstand höchste Zahl der arbeitender Kinder findet. So kommt es zum Beispiel vor, dass kommerzielle Plantagen Arbeiten an kleine landwirtschaftliche Familienbetriebe übertragen. Oder Familien stellen in Heimarbeit Waren her, die dann in Unternehmen (fürs Inland oder den Export) verwendet werden.
Verletzungen durch unzumutbare Arbeitsbedingungen:
An vielen Kindern geht die oft schwere körperliche und gefährliche Arbeit nicht spurlos vorüber.
Kinder leiden unter:
gebrochene Arme oder Beine
Verbrennungen
Hauterkrankungen
Blindheit
Taubheit
Atem, Kopf oder Magenschmerzen
Die Ursachen:
Die Ursachen für Kinderarbeit stehen in engem Zusammenhang mit der Armut ihrer Familien. Arbeitslosigkeit, ungerechte Landverteilung, Verschuldung und Preisverfall der Rohstoffe führen dazu, dass Familien auf die Einkünfte der Kinderarbeit angewiesen sind. Fehlende soziale Absicherungen und Kürzungen der Sozialausgaben vieler Regierungen lassen aber auch erkennen, dass eine direkte Verbindung zwischen der Ausbeutung der Arbeitskraft von Kindern und der Entwicklung der Weltwirtschaft besteht.
Ein Beispiel: Kinderarbeit in Osteuropa:Â
Viele, früher selbstverständlichen Leistungen wie Bildung, kosten plötzlich Geld, und der Alltag ist teuer geworden. Durch die weit verbreitete Arbeitslosigkeit ist ein Schulabschluss nicht mehr länger die Garantie für einen Arbeitsplatz. Zudem kümmern sich immer weniger Eltern darum, dass ihre Kinder regelmäßig zur Schule gehen. Das schnell verdiente Geld zählt mehr als ein Bildungsabschluss, ohne dass dabei realisiert wird, dass die Kinder dadurch in einen Teufelskreislauf geraten. Sie können niemals einen richtigen Beruf ausüben und werden wahrscheinlich gezwungen sein, ihre eigenen Kinder ebenfalls zur Arbeit zu schicken.
Kinderarbeit ist in Osteuropa eine relativ neue Erscheinung. Diese fehlende “Tradition” führt paradoxerweise dazu, dass die Kinder noch gefährdeter sind als in Entwicklungsländern, in denen sich Kinderarbeit zum Teil auch ganz offiziell abspielt. Arbeitende osteuropäische Kinder bewegen sich häufig im kriminellen Umfeld der Straße und sind durch Kinderprostitution und Pornographie gefährdet.
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In Osteuropa hat die Kinderarbeit große Ausmaße angenommen. Seit dem Zusammenbruch der sozialistischen Systeme in Osteuropa sind breite Bevölkerungsschichten verarmt. Armut ist eine der Hauptursachen für Kinderarbeit.
Viele Kinder schlagen sich irgendwie auf der Straße durch. Ihre Familien haben sich aufgelöst oder die Kinder sind vor Gewalt zu Hause geflohen. Allein in der 5-Millionen-Stadt St. Petersburg geht man von bis zu 50.000 Straßenkindern aus, die ständig oder zumindest ab und zu auf der Straße leben und arbeiten. Neben den gefährdeten Straßenkindern gibt es auch viele Kinder, die als billige Arbeitskräfte zeitweise oder dauerhaft in der Landwirtschaft eingesetzt werden. Die Pestizide fügen den Kindern oft bleibende gesundheitliche Schäden zu.Â












